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Sedov

Technische Daten

Baujahr:1921
Länge über Alles:117.50 m
Breite:14.70 m
Segelfläche:4,192.00 m2
Heimathafen:Murmansk/Russland
Fahrgebiete:Nord- Ostsee, Mittelmeer
Kojenanzahl:38
Tages- und: 
Abendfahrtgäste:200

Ausstattung

Schon beim Betreten der Gangway werden Sie große Augen machen, denn die Sedov ist ein beeindruckendes Schiff! Das große Deck mit seinem Holzbelag und viel freier Fläche, die vielen Taue und Festmacher, die Schiffsglocke, der Ruderstand - es gibt so viel zu sehen und zu bestaunen.

Unter Deck verfügt die Sedov auf mehreren Ebenen über Unterkünfte für die Crew und Kabinen für die Trainees mit Waschräumen. Es gibt einen großen Festsaal (140 Personen bei Kinobestuhlung, 120 Dinner-Sitzplätze, 200 Stehplätze) sowie eine gemütliche Bar mit Sesseln. Das bordeigene Museum vermittelt einen Eindruck von der vielfältigen Geschichte des Schiffes.

Allgemeines

Die Sedov bietet zwar nicht den Luxus moderner Kreuzfahrtschiffe, besitzt aber einen ganz besonderen Charme! Die Kabinen sind mit sechs, acht oder zehn Kojen ausgestattet und dunkles Holz wahrt den ursprünglichen Charakter.

Die Sedov ist und bleibt ein Schulschiff: In all den Jahren sind unzählige Kadetten, Trainees, Crew-Mitglieder und Offiziere an Bord gewesen. Einige sind später weiter zur See gefahren, andere haben es vorgezogen, an Land zu bleiben. Doch alle haben an Bord die Faszination des Meeres kennengelernt. Und viele kommen wieder, besuchen die Sedov und fahren als Trainees mit. Auch Sie können dabei sein!

Natürlich darf als Trainee mit Hand angelegt werden. Ob es nun das Hissen der Segel, Ruderwachen oder auch das Besteigen des Riggs ist: Alles wird Ihnen von erfahrenen Offizieren und Mitgliedern der Mannschaft erläutert. Sie werden verstehen, wie die Sedov "funktioniert" und sich schnell sicher an Bord bewegen. Falls Sie einfach nur die Seefahrer-Romantik und die Natur genießen möchten, finden Sie auch dafür einen geeigneten Platz an Bord.

Die Sedov ist bei vielen maritimen Großveranstaltungen dabei und kann für Events gechartert werden. Sie bietet jedoch auch Einzelpersonen und kleinen Gruppen Tagesfahrten an. Darüberhinaus gibt es für die Sedov einen festen Törnplan über die gesamte Saison und Sie können an einem solchen Törn teilnehmen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit einer Mehrtagesvollcharter.

Geschichte

Die STS Sedov lief am 23. März 1921 als Magdalene Vinnen II auf der Kieler Friedrich Krupp Germaniawerft vom Stapel. Sie war das zweite, nach der Ehefrau des Bremer Reeders Friedrich Adolf Vinnen benannte Schiff, das für die Reederei F. A. Vinnen in Bremen segelte. Die 1892 gebaute Magdalene Vinnen I, ebenfalls eine Viermastbark mit 3.317 BRT und 3.129 NRT, war 1911 zu F. A. Vinnen gekommen, nach dem Weltkrieg jedoch als Reparationszahlung nach Italien zum Abbruch gelangt. Die Magdalene Vinnen II segelte unter anderem bis 1931 in der chilenischen Salpeterfahrt, wobei sie mehrmals Kap Hoorn umrundete. Nach 1931 wurde sie in der australischen Weizenfahrt eingesetzt.

Im Jahre 1936 erwarb der Norddeutsche Lloyd den Segler und nannte ihn Kommodore Johnsen. Anfang März 1937 entging sie auf einer Rückreise von Buenos Aires nach Hamburg nur knapp dem Untergang, als in der Nähe der Azoren in einem Sturm, der sich zum Hurrikan entwickelte, das Getreideschott unter Luke III nachgab und sich ihre als Schüttgut geladene Ladung von 4.963 Tonnen Weizen verschob. Trotz der Versuche der Besatzung, die Ladung auf offener See umzutrimmen, krängte das Schiff am Morgen des 3. März bis zu 56°. Sein Kapitän Otto Lehmberg funkte schließlich SOS, und der niederländische Frachter Sliedrecht sowie der deutsche Tanker Winkler eilten zu Hilfe. Als letzte Rettungsmaßnahme ließ der Tanker Öl in die See laufen, um die Macht der Wellen zu verringern. Mit Erfolg! Der Sturm flaute am Abend des Tages ab, woraufhin das Umtrimmen der Ladung gelang. Die Kommodore Johnsen war gerettet und konnte aus eigener Kraft ihre Reise fortsetzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Schiff im Mai 1945 in britischen Besitz und am 20. Dezember 1945 als Reparationszahlung in die Sowjetunion, die sie nach Odessa verlegte. Im Januar 1946 erhielt sie ihren heutigen Namen, der mit den beiden vorigen Namen nebst Jahreszahl in ein Messingzierband des Ruderrades eingraviert ist.

Als Segelschulschiff im Besitz des sowjetischen Fischereiministeriums trat sie 1951 ihre erste Reise an. Von 1952 bis 1957 diente die Sedov als Schulschiff der sowjetischen Marine. Mehrere Freundschaftsbesuche unter verschiedenen Kapitänen führten sie nach Südamerika und Afrika. Von 1957 bis 1966 war sie, mit Kadetten an Bord, als ozeanografisches Forschungsschiff im Atlantik unterwegs. In dieser Zeit wurde das komplette laufende Gut nach den originalen Takelplänen erneuert. 1966 wechselte sie zu ihrem neuen Eigner, dem sowjetischen Fischereiministerium. Ihr Liegeplatz wurde die Newa in Leningrad. Nach wenigen Ausbildungsfahrten im Finnischen Meerbusen wurde sie in Kronstadt aufgelegt. Nach dem Eintrag im Lloyds-Register war sie von 1967-1982 nicht als fahrendes Schiff vermerkt. Zwischen 1975 und 1981 lag sie dann in der Marinewerft Kronstadt im Trockendock, wo sie komplett überholt wurde. Der Rumpf wurde entrostet, repariert und mit Rostschutzfarbe versehen. Danach erhielt sie einen weißen Anstrich. Die einstigen Zwischendeckladeräume wurden für die Aufnahme von mehr als 240 Mann umgebaut und eingerichtet. Zusätzlich verfügt die Viermastbark dort über entsprechende Sport-, Schulungs- und Unterrichtsräume mit Film- und Videoausrüstung. Einmalig auf einem Segler ist der große Festsaal mit Bühne und einem kleinen Museum zur Geschichte des Schiffes und seines Namensgebers. Eigner ist seit 1991 die staatliche Technische Universität Murmansk, vormals Staatliche Akademie der Fischereiflotte.

Neben ihrer Hauptaufgabe als Ausbildungsschiff für Kadetten bietet die Sedov seit 1986 Interessierten die Möglichkeit, als aktiver Teil der Besatzung mitzusegeln. Die Sedov ist als schwimmendes Museum immer wieder ein gern gesehener Gast in allen Häfen dieser Welt.

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