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Präsident Freiherr von Maltzahn

Technische Daten

Baujahr:1928
Länge über Alles:30.60 m
Breite:6.80 m
Segelfläche:320.00 m2
Heimathafen:Hamburg
Fahrgebiete:Hamburg, Nord- und Ostsee
Kojenanzahl:0
Tages- und: 
Abendfahrtgäste:32

Ausstattung

Auf dem Deck befindet sich viel Platz zum Sitzen und Staunen – denn man ist mittendrin im Geschehen. Sollte es einmal etwas turbulenter zugehen, zeigt die Schiffscrew den Gästen die Plätze, an denen aus sicherer Entfernung die Manöver beobachtet werden können. Beliebt ist das Achterdeck, auf dem man in unmittelbarer Nähe zum Steuermann an der gewaltigen Ruderpinne sitzen kann; bestimmt lässt er sie auch einmal an der Pinne stehen und die gewaltigen Kräfte der Elemente spüren!

Unter Deck finden bei schlechtem Wetter alle Gäste Platz; gesessen wird auf traditionellen Seemannskisten um den großen Salontisch mit Platz für ein ganzes Buffet. Sitzplätze am Tisch befinden sich auch im gemütlichen Vorschiff, dem Wohnraum der Crew. Der Weg dorthin führt durch die kleine Kombüse, aus der die Smutjes wunderbare Dinge zu zaubern imstande sind.

Da die Maltzahn nur tagsüber auf Gäste eingerichtet ist, darf von dem ehemaligen Arbeitsschiff für drei Fischer auch heute kein Luxus erwartet werden. Eine mechanisch betriebene Toilette, eine Kaltwasserdusche, Kaltwasserwaschbecken, 2-Flammenherd, kein Kühlschrank  . . . Um jedoch einen bleibenden Eindruck von der Einfachheit des Erlebnisses Segeln zu erhalten, ist das Schiff optimal ausgerüstet.

Allgemeines

Die Präsident Freiherr von Maltzahn ist ein Hochseekutter von rund 30 Metern Länge. Durch ihr großes, freies Deck fühlt man sich stets mitten drin im Segelgeschehen. Nicht verwunderlich ist es, wenn es den Gast in den Fingern juckt, einmal mit anzupacken. Und das ist nach Absprache mit der Crew möglich. Es gibt aber auch überall Plätzchen, an denen man den Aufenthalt in Ruhe genießen kann.

Das Schiff ist bei maritimen Events dabei und bietet Tages- und Abendfahrten. Häufig besteht auch für Einzelpersonen und kleinere Gruppen die Möglichkeit, sich auf einer Tages- und Abendfahrt mit einzubuchen.

Die Präsident Freiherr von Maltzahn  ist ein Traditionssegelschiff unter deutscher Flagge und wird nicht kommerziell betrieben. Die Crew arbeitet ehrenamtlich und engagiert sich seh, das Schiff in seiner ursprünglichen Form zu erhalten.

Geschichte

Der als Ketsch getakelte Finkenwerder Hochsee-Fischkutter Präsident Freiherr von Maltzahn wurde im Jahre 1928 auf der Schiffswerft Sietas in Neuenfelde (heute zu Hamburg gehörend) für die segelnde Fischereifahrt auf der Nordsee gebaut. Sie wurde unter dem noch heute den Bug zierenden Unterscheidungszeichen HF.294. von den verschwägerten Finkenwerder Fischern Fock und Holst in Mackerschaft betrieben. Das heißt, von zwei sich abwechselnden Besitzern.

Schon 1933 ging die Maltzahn nach der Zwangsversteigerung nach Cuxhaven und erhielt das Fischereizeichen NC.274. sowie drei Jahre später einen der Entwicklung in der Kühltechnik angemessenen Eiskasten statt der ursprünglichen Bünn, in der herkömmlich Lebendfisch transportiert wurde. Der neue Besitzer Lohse musste mit seinem Schiff im 2. Weltkrieg auf der Ostsee für die Marine Minen fischen. Nach der Kapitulation entging sie dem Schicksal, als Kriegsbeute außer Landes zu gehen, weil sie in Cuxhaven auf der Werft lag.

Lohse fuhr das Schiff bis zu seinem Tod 1961 wieder auf der Nordsee. Danach wurde das Schiff mehrfach verkauft, ohne jemals wieder in Fahrt zu kommen. Der ausgeschlachtete Rumpf wurde schließlich 1983 vom Verein Museumshafen Övelgönne gekauft und nach Hamburg geschleppt.

Der auf die Erhaltung von fahrtüchtigen Berufsschiffen spezialisierte Verein baute das Schiff zusammen mit der in Finkenwerder ansässigen Behrenswerft in fünfjähriger Restaurierung weitgehend originalgetreu wieder auf. Es erhielt ein größeres Rigg, um die Segeleigenschaften zu verbessern, und der alte Laderaum wich einem komfortableren Salon.

Rechtzeitig zum 800. Hamburger Hafengeburtstag fand der zweite Stapellauf der Präsident Freiherr von Maltzahn statt.

Heute fährt die Präsident Freiherr von Maltzahn, deren Name übrigens auf den kurz vor Kiellegung des Schiffes tödlich verunglückten Präsidenten des Fischereiverbandes von Rügen fußt, als eines der letzten drei verbliebenen Finkenwerder Hochseekutter auf Elbe, Nord- und Ostsee. 

Die Maltzahn wurde 1928 bei Sietas in Cranz gebaut. Nachdem die Maltzahn viele Jahre vernachlässigt wurde, erwarb der Museumshafen Övelgönne e.V. 1983 das Schiff. Seit 1984 wurde die Maltzahn umgebaut und restauriert und konnte 1989 wieder in Betrieb genommen werden.

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