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Sæløer

Technische Daten

Baujahr:1917
Länge über Alles:26.00 m
Breite:6.75 m
Segelfläche:250.00 m2
Heimathafen:Kappeln
Fahrgebiete:Ostsee
Kojenanzahl:12
Tages- und: 
Abendfahrtgäste:40

Ausstattung

Die Sæløer ist ein ausgesprochen gutes und sicheres Seeschiff. Die ungewöhnliche Breite von 6,75m gewährleistet relativ aufrechtes Segeln - auch bei viel Wind. Die Verdrängung von 138 t sorgt für ein angenehmes Seeverhalten. Zugleich ist das Schiff wegen seines scharf geschnittenen Rumpfes ein guter Segler, wenngleich natürlich keine "Rennziege".

Die großzügige und gemütliche Messe (ganz in massivem Lärchenholz) bietet ausreichend Platz für gemeinsame Mahlzeiten, Spiele, zum Klönen oder auch Gruppenarbeit, Seminar und Schulung. TV, Video, DVD, Radio/CD gehören zur Ausstattung – eine 220 V-Stromversorgung ist auch auf See gewährleistet.

Nicht ganz unwesentlich für das Wohlbefinden unter Deck sind auch die komfortablen sanitären Einrichtungen (2 WC/Waschräume, Dusche) fließend warmes Wasser und Zentralheizung. Die Ausstattung der Kombüse lässt keine Wünsche offen: 4-flammiger Gasherd, Backofen, Kühlschrank, Tiefkühlfach.

Die Unterbringung der Gäste in separaten Doppelkabinen bietet jedem die Möglichkeit, sich seinen eigenen kleinen Individualbereich zu erhalten, in den man sich jederzeit zurückziehen kann.

Gesteuert wird achtern im Freien. Das massiv bronzene Steuerrad ist das Originalrad von 1917. Gäste sind hier Willkommen und können gerne auch mal das Ruder übernehmen. An Deck befindet sich eine Zapfanlage mit Bierkühler. Eine große Eistruhe bietet kalte Erfrischungsgetränke an heißen Tagen.

Allgemeines

Die Sæløer (norwegisch für Seehundinseln) wurde 1917 in Norwegen nach Plänen des legendären Konstrukteurs Colin Archer als Frachtsegelschiff gebaut. Anfang der 80er-Jahre wurde das Schiff nach Originalplänen des Schifffahrtsmuseums Oslo von dänischen Werften professionell und originalgetreu restauriert und ist seitdem wieder als Segelschiff in Fahrt. Heimathafen und normalerweise Start- und Zielhafen von Segeltörns ist der Museumshafen Kappeln an der Schlei. Das Schiff nimmt regelmäßig an maritimen Großveranstaltungen wie der Kieler Woche, Hanse Sail Rostock und Rumregatta in Flensburg teil.

Für Einzelbucher werden während der Saison mehrere Mitsegeltörns angeboten. Die bisher weiteste Reise unternahm die Sæløer 1997 zu den Færøer-Inseln im Nordatlantik.

Das Schiff wird als Traditionsschiff betrieben und besitzt das Schiffssicherheitszeugnis Fahrzeugklasse B der SeeBG.

Die Sæløer ist ein Traditionssegelschiff unter deutscher Flagge und wird nicht kommerziell betrieben. Die Crew arbeitet ehrenamtlich und ist sehr engagiert, das Schiff in seiner ursprünglichen Form zu erhalten.

Geschichte

Anfang des 20. Jahrhunderts gaben zwei norwegische Brüder der Werft Theodor Sveinungsen in Kragerö/Südnorwegen den Auftrag für den Neubau eines Frachtsegelschiffes. Es sollte ein Schiff mit guten Segeleigenschaften und hohem Tragvermögen werden. So entstand eine große, karwelgeplankte Listaskoyte von 20 m Länge über Deck.

In die Konstruktion der Listaskoyten waren einerseits die Erfahrungen des berühmten Konstrukteurs Colin Archer, andererseits Einflüsse der englischen Schiffbauer dieser Zeit eingeflossen. Die Listaskoyten hatten in Anlehnung an Colin Archers legendäre Redingsskoyten (Rettungskreuzer) ein Längen-/Breitenverhältnis von ca. 1:3. Das heißt, die Breite des Schiffes betrug 1/3 seiner Länge und das Schiff wurde als Spitzgatter mit achtern angehängtem Ruder gebaut. Der engliche Einfluss ist an dem scharf geschnittenem Vorschiff mit senkrechtem Steven erkennbar.

1917 kam das Schiff zu Wasser und erhielt nach einer Inselgruppe am Eingang des Skageraks vor der südnorwegischen Küste seinen Namen SÆLØER.

Das Schiff wurde als Galeass (2-Mast Gaffelketsch) geriggt. Das Rigg war so dimensioniert, dass es auch bei schweren Wetterbedingungen von den drei Mann Besatzung beherrscht werden konnte. Eine Maschine gab es nicht, denn entsprechend dem Stand der Technik zu dieser Zeit wäre eine Maschine mit ausreichender Leistung viel zu groß und zu schwer gewesen.

Die Sæløer konnte ungefähr 100 t Ladung transportieren. Im Verlaufe seiner Geschichte erhielt das Schiff immer leistungsstärkere Maschinen (die erste ca. 1924: einen 1-Zylinder Glühkopf mit 24 PS) und die Segel als Hauptantrieb wurden immer weiter zurückgedrängt. Als die Sæløer 1976 zum letzten mal Fracht transportierte, war sie zu einem Küstenmotorschiff degeneriert. Der Besanmast war verschwunden, vom Großmast war nur ein ca. 10 m hohes Fragment als Träger des Ladegeschirrs übriggeblieben und achtern stand über dem Maschinenraum ein hässliches kleines Ruderhaus.

In diesem Zustand entdeckte Ende der 70er-Jahre ein Deutscher die Sæløer im Hafen von Farsund. Das Schiff diente zu dieser Zeit seinem dritten Eigner als Wohnschiff. Der Deutsche erwarb das Schiff und ließ es in Söby auf der dänischen Insel Aerö von der dortigen Werft mit großem finanziellen Aufwand nach Originalplänen des Schifffahrtmuseums Oslo wieder in den Originalzustand zurückbauen.

Das äußere Erscheinungsbild des Schiffes entspricht heute dem von 1917. Nicht zuletzt deswegen ist die Sæløer in jedem Hafen eine Attraktion für Touristen und Fachleute. Der heutige Eigner ist seit Dezember 1994 erst der 5. Eigner der Sæløer.

Der Innenausbau des ehemaligen Frachtraumes wurde entsprechend der geplanten Verwendung als Segelschiff mit an traditioneller Seemannschaft interessierten Menschen gestaltet. Die Schiffstechnik entspricht heute dem aktuellen Standard: ein moderner 6-Zylinder Volvo Schiffsdiesel mit 280 PS, Reintjes Schiffswendegetriebe und ein 3-flügeliger Propeller mit einem Durchmesser von 1,35 m sorgen für hervorragende Manövriereigenschaften, insbesondere wichtig in vielen kleinen dänischen Häfen.

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